S C H L E Y   &   P A R T N E R
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Portrait Kristiane Schley

M E H R

über mich erfahren Sie in `meinem geheimen Garten` ,  in dem ich meine zwei persönlichen Gärten vorstelle.

Seit 2011 engagiere ich mich für die Erfurter Transition Town Initiative und damit für meine Stadt im Wandel hin zu mehr Partizipation, Nachhaltigkeit und Klimaschutz

Quelle: Fotolia/Morphart

KLIMAWANDEL UND ANPASSUNG

Nachdem im Oktober 2016 neben den USA, China und Indien auch die EU den Plan der Klimakonferenz von Paris 2015 ratifiziert hat, gibt es endlich eine gemeinsame, globale Strategie gegen den Klimawandel. Dennoch, selbst eine Erhöhung der globalen Durchschnittstemperatur von nur 1,5 °C stellt in den nächsten Jahrzehnten große Herausforderungen an unser Leben.

Hohe Temperaturen bringen mehr Wasserdampf in die Atmosphäre, beschleunigen dessen Bewegung rund um den Globus und verstärken alle Wettererscheinungen, insbesondere Hitzeperioden, Niederschläge und Wind. 

Als Landschaftsarchitektin und Urbanistin kann ich jedoch einiges machen, um den Folgen vorzubeugen und die Stadtlandschaft anzupassen. Ob bei Grünordnungsplänen im großen Maßstab oder bei Objektplanungen konkret vor Ort, immer lässt sich mit einer entsprechenden Gestaltung Verdunstungskühlung, Windbremsung oder Durchlüftung, Wasserabfluß oder -rückhaltung, etc. erreichen, so dass sich nicht nur die Aufenthaltsqualität erhöht, sondern auch in der Summe aller Maßnahmen die großräumigen Auswirkungen gedämpft werden können. Und dies ist immer billiger als kostspielige Technik.

 

SWRWissen-Podcast `Der Klimawandel verändert den Städtebau` vom Sept. 2016

Außenanlagen für Bürogebäude

Die Baufirma Riedel-Bau GmbH baut sich ein Verwaltungsgebäude in Erfurt-Südost. Das Grundstück lässt geräumige Außenanlagen zu und somit auch die Chance für eine klimagerechte Gestaltung. Zunächst einmal wird der Oberboden gesichert und später wieder aufgebracht, da ohnehin Borden aufgefüllt werden muss. Außerdem wird sämtlicher Niederschlag vom Dach in einer Zisterne für die Gartenbewässerung gespeichert und der Überschuss in einer Schotter-Rigole versickert. Die Stellplätze und die asphaltierte Zufahrt entwässern in kleine Mulden in den angrenzenden Wiesen- und Pflanzflächen. Teile des Daches werden begrünt und schließlich sollen sich verschiedene Wiesentypen  entwickeln, die einerseits vor allem  Lebensraum bieten doch andererseits auch die Pflege reduzieren. Direkt am Haus wird es eine Stauden-Gräser-Mischpflanzung geben, die Besucher und Mitarbeiter willkommen heißt. Für deren Anreise per Fahrrad gibt es neben dem Eingang komfortable Abstellmöglichkeiten. Eine mit Eichenschwellen und Kies befestigte Pausenterrasse  bietet den Rahmen für Erholung an frischer Luft und der Zugang zur Tramhaltestelle von dort aus eine rasche Erreichbarkeit des ÖPNV. Einheimische Bäume bremsenden Wind, bieten Lebensraum  und schaffen ein angenehmes Mikroklima. 

immergrün

Ein Wohnungsbauprojekt, das sich dem Klimawandel stellt, wurde in Jena umgesetzt: Versickerungsmulden, unversiegelte Flächen, Rasenpflaster auf den Stellflächen, Schattenspendende Bäume, Verdunstungskühle fördernde Wiesen und Gartenflächen und weitgehender Verzicht auf Wärmespeichernden Beton kennzeichnen das neue Wohnquartier an der Camburger Straße in Jenas Norden.